Der große Bruder-Krieg

Marduks nächstes Ziel war, die große Pyramide zu übernehmen und ein Kampf über das Kommando begann. Marduk hatte sich geklont und so eine Armee entsetzlicher Krieger von großer Gestalt geschaffen. Mit diesen Legionen von leicht zu ersetzenden Klonen griff er Nergals Streitkräfte an und eroberte das Ekur. Doch Marduks Ehrgeiz verlangte auch nach dem Weltraumbahnhof, der Enlil unterstand.
Einen solchen Gesetzesbruch konnte Enlil nicht zulassen und Ninurta führte die Streit-kräfte an, zu denen sich auch Inanna gesellt hatte. So entbrannte ein unerbittlicher und rücksichtsloser Kampf, der einen langen blutigen Familienkrieg auslöste und die Familie in zwei Lager spaltete - die Enkiliten und die Enliliten.
Dieser Krieg war unbeschreiblich grausam und sie nutzten die Lulus als Soldaten und fegten ganze Dörfer mit ihren Strahlenwaffen hinweg, die gerade auf dem Weg lagen. Tausende von Menschen verloren ihr Leben.
In Afrika, Nergals Gebiet, starben Tausende an Hunger, denn Ninurta verbrannte mit Plasmawaffen die Ländereien, ließ die Flüsse austrocknen und vergiftete alles im Umkreis mit einer Chemiewaffe, dem Madhava-Geschoß.
Es wurden viele verheerende Waffen eingesetzt, unter anderem die ausgeklügelte Ruadra-Waffe. Damit wurde ein Hologramm von riesigen Armeen, mit Plasma-Gewehren bewaffneten Dämonen und Ungeheuern erzeugt, die mit blutrünstigem Kriegsgeschrei heranstürmten. Bei diesem Anblick ergriffen Marduks Lulu-Heerscharen die Flucht.
Als es Ninurta gelang, den ganzen Abzu zu überfluten, zog Enki sich mit seinem Anhang in das Ekur zurück. Dort erzeugten sie mit Hilfe der starken Pyramidenenergien ein schützendes Kraftfeld aus giftigem Licht, das keine Waffe durchdringen konnte. Daraufhin wurde Utu von Ninurta angewiesen, die Enkiliten von der Wasserversorgung abzuschneiden. Als einer von Enkis jüngsten Söhnen durchdrehte und floh, um Wasser zu besorgen, wurde er von Ninurta mit einer Glanzlichtwaffe geblendet. Das hatte es noch nie gegeben, dass ein Familienmitglied ein anderes verletzt.
Nun griff Ninhursag entschlossen ein. Sie behauptete, Anu hätte sie beauftragt diesem Unfug ein Ende zu setzen und zwang Enki, sich Enlil zu unterwerfen. Auch Marduk musste einwilligen, denn in jenen Zeiten hatte er noch Angst vor Anu, was sich leider später noch änderte.

Neuverteilung der Machtverhältnisse nach dem Krieg

Nach diesem Krieg wurden die Machtverhältnisse wieder mal neu verteilt, wobei die Macht von Enkis Söhnen beschränkt werden sollte.
Gizeh und Unterägypten wurden dem als neutral angesehenen Ningishzidda zugesprochen, da er als Sohn von Enki und Urenkel von Enlil beide Seiten in sich verkörperte.

Ninurta übernahm die Herrschaft über Sumers neuer Hauptstadt Kish.

Die Sinai-Halbinsel mit dem Kontrollzentrum, dem Weltraumbahnhof und den Zugang zu den unterirdischen Tunneln wurden NANNAR zugewiesen, der seinem Sohn UTU den Oberbefehl über diese Einrichtungen übertrug.

Aus dem Ekur wurden die >>singenden Steine<< sowie alle Waffensysteme entfernt. Es wurde nur so viel Energie darin belassen, um die Wetterregulierung und die Kommunikationssysteme funktionsfähig zu halten.

Auf Enkis Initiative hin wurden einige Gesetze zugunsten der Lulus in das Friedenabkommen aufgenommen, die ihnen mehr Freiheiten zubilligten. Die zerstörten Städte sollten für die überlebenden Lulus wieder aufgebaut und neue hinzugefügt werden. Weiter sollten die Lulus mehr als Sklaven sein und sich ihre Berufe, deren Anzahl erhöht wurde, selbst aussuchen können. Sie sollten auch mehr schöpferische Aufgaben in ihren gesellschaftlichen Strukturen ausüben können.

Der Turmbau zu Babel

Diese Umverteilung gefiel Marduk ganz und gar nicht. Er beanspruchte Sumer und ganz besonders seine Lieblingsstadt Babylon für sich allein. Also ließ er sich eine neue Gemeinheit einfallen und entwickelte einen Plan, die Lulus als Werkzeug gegen die anderen zu benutzen.
Mit starken Fokussierübungen und mit Hilfe von Kristallen und Frequenzstrahlungen legte er Gedankenformen in die empfänglichen Seelen der Menschen, deren einstige Telepathischen Fähigkeiten ihm dabei zugute kamen.

Die Lulus erwachten in der Nacht mit der Vision, dass auch sie sein können wie die Götter, und wie man einen Turm bis in den Himmel bauen konnte, um die Gleichberechtigung von den Göttern einzufordern.

Der Turm zu Babylon von Pieter Bruegel, 1563,
Kunsthistorisches Museum Wien

Enlil war entsetzt und versuchte, die Lulus davon abzubringen. Doch erstmals hörten sie nicht auf ihn und ihm wurde klar, das dies nur das Werk Marduks sein kann. So brauchte er eine wirksame Maßnahme, um dieses Kraftfeld zu bekämpfen und er zerstörte den Turm zu Babel mit einem Partikelstrahl.

Die Sprachverwirrung von Gustave Doré, 1865

Die Lulus wussten nicht wie ihnen geschah. Viele starben, andere litten an den Verletzungen der Strahlung. Außerdem hatten sie ihr Gedächnis verloren und stolperten ziellos umher. Sie spürten  die Frequenz der Trennung, die Enlil auslöste. Sie wurden zum Rassenhass ermutigt, bekämpften sich gegenseitig und hatten Angst voreinander. In jeder Gegend wurde plötzlich eine andere Sprache gesprochen, so dass keiner mehr den anderen verstehen konnte.

Zur Steigerung der allgemeinen Verwirrung bekam auch noch jeder Gott viele verschiedene Namen, was den Grund zu neuen Streitigkeiten lieferte, welches der Wahre Gott ist. Oft konnten sie nicht erkennen, das sie denselben meinten. Inanna zum Beispiel wurde zu Ischtar, Venus, Hathor, Aphrodite, Lakshmi, Rhiannon und vielen anderen.
Nie wieder sollten sich die Menschen vereinen und sich gar gegen die „Götter" erheben und sich schon gar nicht daran erinnern, dass alle denselben Ursprung haben.


Überlieferung historisch/mythologisch:
Der Turmbau zu Babel ist eine bekannte mythische Erzählung des Alten Testamentes der Bibel. Die Stadtbezeichnung „Babel" ist in der hebräischen Fassung ein Wortspiel, das „Geplapper" oder „Gebrabbel" bedeutet. Einige Historiker halten dieses Wortspiel für Volksetymologie, denn die griechische Form des Namens, Babylon, leitet sich vom Akkadischen bab-ilu ab, was „Tor Gottes" bedeutet. Nachdem man die Geschichte zunächst als rein mythologischen Text verstanden hatte, ist seit 1913 durch archäologische Funde belegt, dass sich die Geschichte auf einen historischen Turm bezieht. Die Umstände der Erzählung halten allerdings die meisten nicht für historisch, sondern für mythologisch.

Marduk flüchtet vor Inanna ins EKUR

Bei der Befragung nach Dumuzis Tod hatte Marduk behauptet, sein Tod wäre nur ein Unfall durch den Übereifer seiner Leute gewesen, denn er habe ihnen nur befohlen, Dumuzi an der Flucht zu hindern. Inanna war außer sich, als sie von seiner Ausrede für einen Mord hörte. Sie beschloss, endlich etwas gegen Marduk zu unternehmen, woraufhin dieser ins Ekur flüchtete, denn Inannas Ruf als tüchtige Kriegerin war auch ihm bekannt. Wild entschlossen, in goldener Rüstung gekleidet, flog sie zu den Pyramiden und befahl ihm lautstark und waffenschwingend, sofort herauszukommen. Natürlich kam Marduk nicht. Fassungslos beschimpfte Inanna  ihn als große Schlange und anderen Ausdrücken. Während sie ihn verwünschte, beschoss sie wütend mit ihrem Plasma-Strahl die Seiten der Pyramide, bis die Steine erzitterten.
Nun wurden die anderen doch etwas unruhig und waren ratlos. Utu wand sich an Enlil um Hilfe, der wiederum rief Anu auf den Plan, in der Hoffnung, das Inanna auf ihn hört. So erschien ein Hologramm von Anu am Himmel, der Inanna beschwor, aufzuhören. Er wusste um die geheimen Waffen im Ekur und riet Inanna, Marduk vor ein Gericht der Götter zu bringen. Inanna war einverstanden, zumal sie sowieso nicht weiterwusste.

So forderte sie, Marduk im Ekur lebendig ohne Nahrung und Wasser zu begraben. Sie war zufrieden, als alle anderen ihrem Plan zustimmten und in einer Zeremonie wurden mittels eines Hebels Stein für Stein heruntergelassen und Marduk war eingeschlossen.

Doch Marduks Mutter verwendete sich bei Enki für ihn. Sarpanit, Marduks Frau und Schwester zog vor dem Ekur ein Spektakel ab, in dem sie nackt Tag und Nacht auf und ab ging, weinte und mit ihren bereits blutenden Händen immer wieder gegen die Mauern schlug. Enki wurde natürlich weich und bat Inanna nachzugeben. Enki zuliebe stimmte sie, wenn auch wiederstrebend, seiner Freilassung mit der Bedingung zu, dass Marduk sie um Gnade bitten und in all ihren Tempeln ein Opfer bringen sollte. Inanna wurde das Gefühl nicht los, einen schweren Fehler gemacht zu haben.

Inannas Hochzeitszeremonien und die Blutlinien

Während Inanna ständig zwischen Uruk und dem Industal hin und her pendelte, kam sie auf die Idee, die Verleihung der Königswürde mit denen der heiligen Hochzeit zu verbinden. Da kein passender Mann in der Familie zur Verfügung stand, wollte sie das kleine Problem auf diese Art lösen, denn sie beabsichtigte nicht, eine alte Jungfer zu werden.
So wurde der künftige König für eine Nacht ihr Gemahl. Inhalt der feierlichen Zeremonie waren der mit duftenden Blumen bedeckte Boden, Kerzenlicht und wohlklingende Musik, die den ganzen Tempel erfüllte. Inanna wurde mit einer Tiara gekrönt, in Seide gekleidet, und von der Priesterschaft zu dem heiligen Bett und ihrem Geliebten geführt.

Inanna erfreute sich immer wieder an dieser Hochzeitszeremonie und schuf so viele königliche Blutlinien und noch mehr Kinder. Auch bei den Lulus war diese Zeremonie der heiligen Hochzeit sehr populär und sie liebten Inanna dafür, was ihre Macht in den Städten vergrößerte. Auch andere Familienmitglieder erfreute dieser Brauch. Enki, Nannar und auch Utu zeugten eine unendliche Zahl an Kindern mit den Lulus.


Überlieferung historisch/mythologisch:

Inanna, "die Königin des Himmels", wird jedes Frühjahr durch eine Heirats-Zeremonie geehrt. Der König stellt dabei den menschlichen Ehegatten Tammuz dar, der mit einer Priesterin zusammenkommt, welche als eine Personifikation der Göttin gilt. Damit wird Inannas Wohlwollen gewährleistet, was eine gute Ernte und den Schutz vor Feinden garantiert.

GILGAMESCH und ENKIDU

Gilgamesch entstammt der Blutlinie von Utu, denn sein Vater war der Sohn von Utu und einer Tempelpriesterin, der später mit einer nibiruianischen Dame verheiratet wurde. Aus dieser Verbindung ging der hünenhafte und stattliche Gilgamesch hervor, der bei dem Volk sehr beliebt war. Auch Utu war ganz vernarrt in ihn und hatte seinen Enkel zum fünften Herrscher der Dynastie von Uruk ernannt.

Fragmentary relief dedicated to the goddess Ninsun, mother of Gilgamesh. Neo-Sumerian Period.

Gilgamesch lernte alles über die Familie von Anu und der Geschichte Terras, doch der Gedanke an seine eigene Sterblichkeit quälte ihn. Eigentlich müsse auch er unsterblich sein wie Utu, denn schließlich war er zu zwei Dritteln ein Gott. So wandte er sich an Utu um Hilfe, der aber ablehnen musste, da die anderen Götter dies nicht zulassen würden.
Um sich von den Gedanken an den Tod abzulenken fing er an zu trinken, wurde sprunghaft, zänkisch und schließlich gewalttätig. Dadurch lief einiges in Uruk aus dem Ruder und die Götter mussten etwas unternehmen, und fanden, er brauche einen ebenbürtigen Freund.

Gilgamesh Epos  Tafel 11

ENKIDU
In der Wildnis lebte der Mann Enkidu, der ein Ergebnis von Enkis Experimenten war. Enkidu war noch wild und unschuldig, konnte sich  telepathisch mit den Tieren verständigen, verfügte aber über große körperliche Kraft und Stärke. Er sollte Gilgameschs Gefährte werden.

Um ihn einzufangen, bedienten sich die Götter einer Priesterin von Inanna, die ihn verführen sollte. Sieben Tage und Nächte verlor sich Enkidu in der Trance ekstati-scher Leidenschaft. Doch durch diese Erfahrung hatte er sich sehr verändert, er war er ein anderer geworden. Seine Freunde, die Tiere, erkannten ihn nicht mehr, und als er sich ihnen wieder nähern wollte, flohen vor ihm. Nun fühlte er sich ganz allein und verloren. Da er auch nicht wusste, wohin er sich wenden sollte, folgte er verunsichert der Priesterin nach Uruk, wo er bald mit Gilgamesch Freundschaft schloss.

König Gilgamesch (links)
und Enkidu (rechts)

Der Kampf gegen Humbaba
Als Enkidu von Gilgemeschs Angst vor dem Tod erfuhr, erzählte er ihm von dem heimlichen Wohnort der Götter im Land der Zedern. (Tilmun, das Land der Lebenden) Dort könne Gilgamesch seine Unsterblichkeit einfordern. Allerdings wurde der Eingang von einem bewaffneten, holographischen Ungeheuer namens Humbaba bewacht. Es war von Enlil zur Bewachung des Tores geschaffen worden und würde niemanden passieren lassen, ohne vorher besiegt worden zu sein. Zuversichtlich brachen sie beide dorthin auf.
Als sie das Zeittor erreicht hatten, griffen sie das Humbaba an, während Utu und Inanna ihnen zu sahen. Von ihrem Mut beeindruckt, gaukelten sie den beiden tapferenKämpfern durch Manipulationen an dem Hologramm vor, sie hätten das Ungeheuer enthauptet.

Inanna und Gilgamesch
Nach dem Kampf lagerten sie am Flussufer, wo Gilgamesch sich auszog, um sich zu waschen. Als Inanna seinen herrlichen, Männlichkeit ausstrahlenden Körper sah, erfasste sie eine großes Begehren. Aus dem Raumschiff über ihnen rief sie ihm zu: "Oh, Gilgamesch, ich möchte deine starken Arme um meine schlanke Hüfte spüren und mich ergötzen an deiner Manneskraft."
Doch zu ihrem Ärger lehnte er ab und beschimpfte sie stattdessen in einer ganzen Litanei, die sich auf ihre ehemaligen Liebhaber bezog.
Nie hatte es jemand gewagt, so mit ihr zu sprechen und wütend lief Inanna zu Anu, von dem sie eine Strahlenwaffe erbat, mit der sie Gilgamesch züchtigen wollte. Doch Utu, der Gilgamesch sehr gern hatte, war dagegen und machte die Waffe untauglich. Nun, da ihre Rachepläne gescheitert waren´, erhob Inanna eine förmliche Klage. Daraufhin entschieden Anu und Enlil, Gilgamesch und Enkidu wegen ihres Angriffs auf das Humbaba zu bestrafen, denn sie hätten den Waffen der Götter getrotzt.  Die Todesstrafe wurde von Anu vorgeschlagen, doch Enlil entschied, nur Enkidu zu töten.
Als Enkidu dieses Urteil über sich hörte, fiel er in eine tiefe Bewusstlosigkeit, wodurch Gilgameschs Angst vor dem Tod noch größer wurde. In seiner Selbstsucht jammerte und weinte Gilgamesch über sein Schicksal, beachtete Enkidu dabei aber nicht. Schließlich erbarmten sich die Götter und wandelten Enkidus Todesurteil in eine lebenslange Zwangsarbeit in den Minen um. Gilgamesch war nun noch entschlossener, die Unsterblichkeit zu suchen.

Überlieferung historisch/mythologisch:

Gilgamesch war der König von Babylon. Er war ein sehr strenger König. Um seine harte Hülle zu brechen, schickten die Götter einen wilden Mann namens Enkidu in den Wald bei Babylon. Ein Jäger entdeckte ihn und berichtete dem König davon. Gilgamesch war sehr interessiert an Enkidu und schickte seine schönste Dienerin in den Wald, um diesen zu verführen und so in das Schloss zu locken. Von ihrer Schönheit überwältigt folgte er ihr sogleich. An Gilgameschs Hof wurde er gewaschen und in königliche Gewänder gekleidet. Gilgamesch war zu zwei Drittel Gott und zu einem Drittel Mensch. Er verbrachte jetzt seine meiste Zeit mit Enkidu. Sie übten sich im Kampf, doch der Eine konnte den Anderen nicht besiegen, weil auch Enkidu etwas Göttliches hatte, da er ja von den Göttern erschaffen worden war. Zu dieser Zeit lebten in den Wäldern noch Ungeheuer und Fabelwesen. So auch Chumbaba. Er war halb Mensch, halb Löwe und wütete in Gilgameschs Wäldern. Gilgamesch und Enkidu nahmen sich vor, die Welt von diesem Unhold zu befreien. Sie suchten Chumbaba und fanden ihn vor einer Zeder, die er beschützte. Mit Leichtigkeit töteten sie Chumbaba und fällten als Beweis die Zeder.

Als die Fruchtbarkeits-Göttin Ischtar Gilgamesch sah, verliebte sie sich in ihn. Doch Gilgamesch wies sie zurück. Erbost darüber ging sie zum Göttervater Marduk und verlangte nach dem Götterstier, welcher Gilgamesch töten sollte. Auf der Erde angelangt, suchte er nach Gilgamesch. Er tötete dreihundert von Gilgameschs Kriegern bis endlich Gilgamesch selbst sich zum Kampf stellte. Der Stier rannte mit unheimlichem Getrampel auf ihn zu, doch Gilgamesch wich aus und tötete ihn nach kurzem Kampf. Die Götter sahen dies und waren sich einig, dass Gilgamesch zu weit gegangen war. Sie beschlossen ihn zu bestrafen, indem sie Enkidu sterben ließen. Langsam starb Enkidu. Voller Trauer machte sich Gilgamesch auf den Weg in die Unterwelt, um seinen Urahnen Utnapischtim aufzusuchen. Gilgamesch hoffte, dass sein Urahne ihm helfen könnte, die Götter davon zu überzeugen, ihm, dem König von Babylon, Enkidu zurückzugeben.

Gilgameschs Suche nach der Unsterblichkeit

Da die Herrschaft über die Tunnel Utus Bereich waren, machte er Gilgamesch in seinen Träumen Mut und versicherte ihm, er würde Tilmun, das Land der Lebenden, finden. Auch Noah lebte dort, der ihm vielleicht das Geheimnis der Unsterblichkeit vertaten würde. Dazu projizierte er noch ein paar Hologramme in sein Gehirn, die Gilgamesch den Weg weisen würden.
Als Gilgamesch den Eingang erreichte, traf er auf Enkis Ungeheuer mit Menschenbeinen und skorpionartigen Köpfen und Körpern. Sie wollten ihn nicht durch lassen und warnten ihn vor diesem Tunnel-Irrgarten des Todes, doch Utu gab ihnen ein Zeichen, Gilgamesch einzulassen.
So streifte Gilgamesch endlos in völliger Dunkelheit durch die Tunnel, stieß sich an den Wänden blutig und konnte in der stickigen Luft kaum atmen und verlor jedes Zeitgefühl. Bedingt durch Utus Gene begann sich plötzlich die Netzhaut in seinen Augen zu aktivieren und er konnte nun zumindest so viel sehen, um sich davor zu bewahren, ständig gegen die Wände zu prallen.

Als Gilgamesch die Tunnel blutig und verdreckt verließ, war er staunend im Garten der Götter angelangt, der neben Blumen und Früchten auch deren Nachbildungen in Kreationen aus Gold, Silber und verschiedenen Edelsteinen enthielt. Genau genommen in einem der berühmten Gärten von Anus Frau und Schwester Antu, den sie als Hologramm an viele Orte der Galaxis projiziert hatte. Diese Gärten finden sind vielen Legenden wieder.
Nachdem Gilgamesch in einem Teich gebadet hatte, führte Utu ihn zu Siduri am Ufer des Meeres, das von den Lulus >>Wasser des Todes<< genannt wurde. Der Drachenrasse angehörig, bewirtete Siduri die Götter vor ihrer Meeresüberquerung in Richtung Heimat mit Wein. Gilgamesch fragte sie nach Noah und erzählte ihr seine Geschichte, mit Betonung darauf, dass er zu zwei Dritteln ein Gott sei. Da Siduri Utu über ihnen wahrnahm, veranlasste sie die Bootsleute, Gilgamesch zu Noah zu bringen.
Doch Noah riet ihm von seinem Vorhaben ab, denn schließlich kannte er inzwischen die launischen Götter, die einst mit der Sintflut die Menschen umbringen wollten und misstraute ihnen. Doch Gilgamesch war nicht umzustimmen und Noah schlug vor, den Götter zu beweisen, dass er würdig war. Vielleicht ließen sie sich beeindrucken, wenn Gilgamesch  sich sieben Tage und Nächte wach hielt und erfüllten ihm seinen Wunsch. Doch erschöpft wie er war, schlief er sofort ein.
Schon recht genervt erzählte ihm Noah dann noch von der letzten Möglichkeit: einer Pflanze auf dem Meeresgrund, die ihm eventuell zur Unsterblichkeit verhelfen könnte. So tauchte Gilgamesch hinunter und holte diese Pflanze herauf, die ihm jedoch von einer Schlange wieder gestohlen wurde. Damit war die letzte Chance auf Unsterblichkeit vertan. Auch sein Großvater Utu bedauerte sehr, nun nicht mehr helfen zu können, denn er wusste, dass die damaligen genetischen Manipulationen den Menschen ihre Göttlichkeit geraubt hatte.
Gilgamesch regierte bis zu seinem Ende in Uruk und wurde als derjenige bekannt, der die Tunnel gesehen hatte. Die Legende seiner Suche nach Unsterblichkeit fand lebhaftes Interesse bei den Lulus und wurde weithin bekannt und beliebt.

Überlieferung historisch/mythologisch:

Nun suchte er seinen Urahnen Utnapischtim auf. Dieser sagte ihm, er dürfe sechs Tage und sechs Nächte nicht schlafen, da er solange brauche, um ihm alles zu erzählen. Doch schon am ersten Tag schlief er ein. Die anderen fünf Tage war es genauso. Nachdem Utnapischtim mit seiner Erzählung geendet hatte, wachte Gilgamesch auf. Da er ein Halbgott war, hatte er trotz seines Schlafes alles mitbekommen. Utnapischtim gab ihm eine rote Blume. Er solle nun die Blume in sein Reich bringen, ohne dass die Blume irgendeinen Schaden nimmt. In der Steppe angekommen war es so heiß, dass er an einem Brunnen rasten musste. Er schlief unter der Hitze der Sonne ein. Als er schlief, kam eine Schlange und fraß seine rote Blume auf. Betrübt und niedergeschlagen kam er in sein Reich zurück. Sein Volk erwartete ihn schon voller Freude. Enkidu konnte er jetzt nicht mehr zurückholen und er bedauerte seinen Verlust sehr. Doch er hatte aus seiner Reise gelernt und regierte jetzt gerechter und weiser denn je.

1 Die Anunnaki auf Terra 1 | 2 Die Anunnaki auf Terra 2 | 3 Die Anunnaki auf Terra 3 | 4 Die Anunnaki auf Terra 4 | 5 Die Intergalaktische Föderation greift ein | 6 Die Mitglieder der Familie von ANU | 7 Auszüge aus den Nidle-Updates | 8 Die Familienmitglieder historisch/mythologisch  | 9 Die Stätten der Anunnaki auf Terra 1 | 10 Die Stätten der Anunnaki auf Terra 2