5 Die Intergalaktische Föderation greift ein

Vor dem Rat der Intergalaktischen Föderation - Zitat

   „Die große Halle des Rates der Intergalaktischen Föderation war ein ungeheuer großer Versammlungsraum mit einer hohen, durchsichtigen Kuppel, die den Blick in den unendlichen Weltraum freigab. Anu, Enlil, Enki, Ninhursag, Nannar, Ninurta, Nergal, Utu und ich saßen alle an unseren Plätzen im Kreis des Rates. Marduk hatte sich geweigert zu kommen. Ich fühlte mich plötzlich klein und war froh, dass Anu da war; aber selbst er schien in dieser Umgebung geschrumpft zu sein. Die bloße Anwesenheit der Ratsmitglieder machte uns bescheiden, und das war ein Gefühl, an das wir nicht gewöhnt waren.
   Die zwölf Oberaufseher des Rates stellten einen Querschnitt der Galaxien dar. Unter der Zuhörerschaft befanden sich Hunderte anderer Repräsentanten aus dem ganzen Universum. So viele Spezies! Da waren Vertreter vom Sirius, Andromedar, Orion, Arcturus und zahllosen anderen Sternensystemen. Die Ätherischen waren spürbar anwesend. Ätherische haben eine sehr hohe Schwingungsfrequenz. Manchmal erscheinen sie als fest, dann wieder als durchscheinend oder durchsichtig, und man sagt, sie seien jenseits der Polarität, auch wenn ich einen solchen Zustand noch nicht erfahren habe. Ich weiß nicht warum, aber die Ätherischen schienen bei der Leitung der Zusammenkunft das letzte Wort zu haben.
   Ich sah auch Wesen, die waren Kugeln oder Bälle aus Licht und flogen umher; erst golden dann rosa oder türkisfarben. Sie besaßen die eigentümliche Fähigkeit, mit deiner Erlaubnis in dich einzudringen, deine Zellen mit Licht zu füllen und dadurch dein gesamtes Wesen zu kennen. Ich fand dies eine höchst interessante Art der Kommunikation. Ich hatte Spaß an all diesen neuen Erfahrungen, als die Stimmung in der Halle sich plötzlich änderte.
Als Anu den Zwölfen gegenüberstand, kam genau gleichzeitig ein Laut von ihnen. Dieser Laut wurde zu Worten, die von jeder Rasse deutlich verstanden wurde: >>KEINE EINMISCHUNG!<<
   Keine Einmischung war das Gesetz dieses Universums des freien Willens, und wir, sagten die Zwölf, hatten dieses Gesetz verletzt, indem wir unmittelbar in die Evolution einer Spezies eingegriffen hatten. Das Gesetz erlaubte, die Evolution von wesen zu fördern, aber nur wenn sie eine solche Förderung erbaten. In ihrer DNS herumzufuschen und mit der Gandiva-Waffe das elektromagnetische Feld eines ganzen Planeten zu sprengen, war unverantwortlich und verboten.
    Bei mir dachte ich, die Vorstellung von einem Universum des freien Willens müsse ungefähr so sein wie der freie Handel auf Terra; er ist nur frei so lange er denen passt, die an der Macht sind. Für mich sah es so aus, als wolle der Rat Macht über uns ausüben, indem er sich in das einmischte, was unserem freien Willen unterstand.
   Für den Rat war es offensichtlich, dass wir nicht recht verstanden, also erklärten sie uns eingehend, dass niemand uns bestrafen würde, niemand würde uns schlagen oder uns unser Spielzeug wegnehmen. Etwas würde jedoch mit uns geschehen. Ein Bewusstseinszustand, eine Kraft, eine Stimmung, die die Endsumme aller unserer Handlungen auf Terra widerspiegelte, würde ihren Weg in unsere Welt finden. Diese Energie würde langsam aber unaufhaltsam die Kreativität und Spontaneität in unserem Leben abschnüren, und wir würden uns blockiert sehen und unfähig, uns weiterzuentwickeln. Der Rat nannte die Kräfte die Wand. Sie brachten sehr klar zum Ausdruck, dass wir nicht Opfer waren, sondern die Wand selbst geschaffen hatten; sie war von uns selbst geschaffen worden. Wir glaubten ihnen nicht.
   Sie verboten uns auch, jemals wieder die Gandiva einzusetzen. Täten wir es, würde dies als kriegerische Handlung angesehen und wir würden uns gemeinsam dafür zu verantworten haben. Wenn wir nicht glaubten, dass ihre Waffen stärker waren als unsere, könnten sie uns ja ein paar holographische Aufzeichnungen von anderen Abweichlern zeigen, die wegen ihres Gesetzesbruches vernichtet worden waren. Es wurde weiter ausgeführt, dass ihre Waffen nicht nur Zivilisationen zerstören, sondern auch die Seelen ihrer Bewohner verdampfen lassen konnten. Wir konnten alle zurückgeführt werden in den Geist des Urschöpfers und nicht mehr sein, und uns blieb nicht eine einzige Form mehr, in die wir hinein inkarnieren konnten! Ein kalter Schauder lief meinen hübschen blauen Nacken hinab.
   Der Rat fuhr fort und sagte, in einem späteren Stadium unserer Entwicklung würde uns offenkundig werden, das wir in einer Phase des Heranwachsens gewesen waren. Derartige Rivalitäten wie die zwischen Enki und Enlil würden schließlich vorbei gehen, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt hatten. In der Zwischenzeit aber würde uns nicht gestattet werden, Planeten zu zerstören und selbst die Zeit mit diesen hochenergetischen Explosionen zu durchbrechen. Erinnert euch. Sie schlossen mit den Worten: ERINNERT EUCH!!!"

Marduks Übergriff

Während der Streitigkeiten und gegenseitigen Schuldzuweisungen auf dem Rückflug erreichte sie in den Raumschiffen die Nachricht, dass Marduk das gesamte plejadische Sternensystem belagert. Inzwischen hätte er die gesamte herrschende Dynastie auf den Plejaden vernichtet.
Diesen Überraschungsangriff hatte er mit Hilfe seiner riesigen Armeen durchgeführt, die er seit langer Zeit heimlich in der Abgeschiedenheit ferner Planeten geklont und für diesen Zweck ausgebildet hatte. Er hatte gelernt, die menschlichen Angstgefühle als Nahrung und Energie für diese Armee zu nutzen.

Jetzt war er endlich der alleinige Herrscher. Mit der Drohung, Nibiru zu zerstören, befahl Marduk herrisch, Anu solle sich ihm unterwerfen. Doch Anu zog es vor, mit Antu in ein anderes Sternensystem zu flüchten. Enlil schloss sich an und beide verbrachten ihre Zeit mit der Planung einer Strategie, um Nibiru zurück zu gewinnen. Enki und Inanna zogen sich in die Heimat der Schlangenleute zurück.

Währenddessen übernahm Marduk auch die alleinige Herrschaft über Terra. Mit Hilfe übler Propaganda brachte er die Bevölkerung gegen die anderen Familienmitglieder auf.

Aus Rache an Inanna und auch, um in den Besitz ihrer Ländereien und Tempel zu kommen, ließ Marduk ihre Priesterinnen in einer groß angelegten Kampagne verfolgen. So wurden alle schlimmen Ereignisse wie Stürme und dürftige Ernten schwarzmagischen Praktiken der Priesterinnen zugeschrieben. Natürlich sorgte Marduk dafür, dass genug Schlimmes geschah und den Grund lieferte, damit die Priesterinnen gefangen, gefoltert, vergewaltigt, enteignet und lebendig verbrannt werden konnten.

Inannas Vision - Zitat

   „Im Reich der Schlangenleute lag ich in einem hübschen Zimmer auf einem kleinen Bett, aber ich nahm meine Umgebung nicht wahr. Vor meinem geistigen Auge sah ich, wie meine Tempel von Marduks Leuten entstellt und beschädigt wurden. Alle Bilder der Göttin wurden durch sein eigenes ersetzt. Er meißelte seinen Namen in Stein, wo er meinen entfernt hatte und schrieb die Geschichte neu. Er selbst wurde zum Helden jeder Geschichte und Überlieferung. Mit hilflosem Entsetzen sah ich zu, wie meine Priesterinnen nur jede erdenkbare Erniedrigung erlitten. Es gibt so viele sogenannte Märchen von Jungfrauen, die von Drachen geraubt und in  dunklen Höhlen in Ketten gelegt wurden. Diese Geschichten beruhen auf wahre Begebenheiten, aber es gab keinen Ritter in strahlender Rüstung, meine schönen Priesterinnen zu retten.
   Marduk hörte nicht bei meinen Frauen auf; er würde erst zufrieden sein, wenn er alle Frauen unterdrückt hatte. Um das zu erreichen, benutzte er die Männer. Er erzählte ihnen, sie seien überlegen und die Frau sei aus der Rippe eines Mannes erschaffen worden, um dem Mann zu dienen. Lügen, nichts als Lügen, ausgeschüttet von den Priestern Marduks.
   Als die Frauen ihre geachtete Stellung verloren, verloren die Männer ihrerseits einen Teil von sich selbst. Nichts war mehr in Ordnung. Selbst die körperliche Liebe wurde zu Krieg. Weil Marduk mehr Untertanen wollte und mehr von der aus ihrer Angst gewonnenen Energie, ermunterte er seine Untertanen, sich zu vermehren. Er brachte auf dem Mond eine elektromagnetische Vorrichtung an, die den Eisprung der Frau an den Mondzyklus koppelte. Selbst die Tiere von Terra können nicht so oft schwanger werden wie die Menschenfrauen. Marduk wollte Angst erzeugen, wie andere Waren produzierten, und so befahl er den Lulus, sich zu vermehren, auf dass sie mehr Untertanen hätten, die sie tyrannisieren konnten, und er mehr Energie aus ihrer Angst gewinnen konnte.
   Angst wurde das Gut, das Marduk am meisten schätzte. Angst regierte: Angst vor dem Tod, Angst vor Strafe und Angst vor Wissen. Aus einer so unerschöpflichen Quelle konnte Marduk seine Legionen von Klonen versorgen, und Terra wurde zu einem Kraftwerk für Marduk und seine Tyrannen.
   Und Tyrannen gab es. Von den Herren der Länder bis zu den Vorständen der Gesellschaften, Tyrannei war das Gesetz. Einem anderen seinen Willen aufzuzwingen war der am höchsten bewertete Lebensausdruck eines Menschen. Mit der Tyrannei kam ihre Begleiterin, die Gier, und da niemand denjenigen, die er beherrschte, zu nahe sein durfte, übernahmen die Trophäen von Eroberung und Herrschaft die Rolle der Liebe. Freunde wurden durch Besitz definiert, und Dinge übernahmen den Platz von menschlicher Nähe.
   Aus dem Schlangenreich sah ich die Zukunft dieser Welt sich vor meinem inneren Auge entfalten. Ich sah Marduk, der es immer schlauer anstellte, die Lulus zu lenken und Angst zu erzeugen. Priester und Politiker zogen an mir vorbei; die Stile änderten sich, aber die zugrunde liegende Tyrannei blieb dieselbe. Eine unsichtbare Klaue breitete sich unter den Gemütern und Seelen der Bewohner Terras aus. Die Inquisition, das Feudalsystem, hundert
>>Ismen<<, die alle Hoffnungen weckten und vergingen. Die Industrialisierung brachte eintönige Arbeit, verstärkte den Materialismus und verschmutze des Wasser, das Land und die Nahrung.
   Marduk vervollkommnete die Beeinflussung mit dem Aufkommen der Massenmedien - Fernsehen und Zeitungen. Wieder und immer wieder wurden die Menschen dazu abgerichtet, im Äußeren ihr Heil zu suchen, nie ermutigt, sich nach innen zu wenden. Immer gab es da draußen jemanden, den man anbeten musste, jemand der besser und hochstehender war. Voller Selbstzweifeln hörten die Lulus bloß auf die >>Fachleute<<, die sich ihrerseits widersprachen und so die Verwirrung nur vergrößerten.
   Die Menschen, die es schafften, selbst zu denken, wurden als Missgeburten gebranndmarkt, bestraft oder zumindest dazu gebracht, sich schuldig zu fühlen. Wenn jemand etwas erreichte, fühlten andere sich als minderwertig, und so wurden Schuldgefühle erzeugt. Die Psychologie wurde populär, und die Menschen gaben ihr Geld denjenigen, die sich über Monate und Jahre stundenlang ihre Ängste und Schuldgefühle anhörten. Für Marduk waren Schuldgefühle ebenso nahrhaft wie Angst.
   Wenn es einen Mangel an Angst gab, löste Marduk eine Hungersnot aus, ein Erdbeben oder einen Wirbelsturm. Das konnte tatsächlich in der Natur vorkommen oder einfach als ein Hologramm oder im Fernsehen gezeigt werden.

Von meinem kleinen Bett aus endete die Zukunft von Terra in einem Abgrund."

Die WAND

Zuerst sahen die Familienmitglieder der Anunnaki die Ausführungen das Rates der Intergalaktischen Föderation eher als lästig und unbedeutend an und widmeten sich lieber ihren immerwährenden Streitereien.
Doch mehr und mehr nahmen sie die WAND wahr, die sie umgab und spürten ihre Wirkung. Es war natürlich keine physische Wand, sondern eine unsichtbare Frequenzwand, die allerdings ihr Leben völlig veränderte. Das Leben wurde für sie fest und dicht - es stand einfach still! Es gab keine Bewegung, keinen Zauber mehr und als Folge kam große Langeweile auf. Diese für sie unbekannte Langeweile beunruhigte die einzelnen Familienmitglieder. Sie wurden reizbar und launisch.
Das alles gefiel ihnen überhaupt nicht. Seit jeher waren sie gewohnt, mit Leichtigkeit zu erschaffen, sich auszudehnen, das Weltall zu erforschen und jede Menge Spaß zu haben. Mit dieser unbegrenzten Macht war das Leben aufregend.
Doch nun waren sie in einem Zustand des Stillstandes gefangen und wollten nicht glauben, dass ihre Entwicklung für immer gestoppt sein sollte. Trotz des bedrückenden Gedankens, dass die Ratsmitglieder offensichtlich in ihrer Entwicklung weiter fortgeschritten waren als sie selbst, baten sie den Rat um Aufklärung.
Dort wurde ihnen klar gemacht, dass sie einen Ausgleich herstellen müssen und den Erdbewohnern die selben Kräfte geben müssen, die sie selber haben. Schließlich sind sie voll verantwortlich für das, was sie geschaffen haben.

Empört wiesen alle Familienangehörigen dieses Ansinnen zurück, solch einen Unfug konnten sie nicht gutheißen. Verärgert flogen sie nach Hause zurück und ergingen sich in endlosen Mutmaßungen und Streitereien darüber, wer denn nun Schuld an diesem Dilemma hat.
Einige meinten, der Rat wolle die Erde für sich haben, andere fragten sich, ob die Föderation mit ihren Feinden konspiriere. Vielleicht lag es an den Sirianern, die schon viel länger Mitglied der Föderation als die Plejadier waren, oder steckten doch eher die Arkturianer dahinter? Einige beschuldigten sich gegenseitig und stritten heftig miteinander.
Immerhin beschlossen sie gemeinsam, die Wand mit einem gewaltigen Opferritual zu beseitigen. Doch alles war vergeblich - die WAND war immer noch da und bewirkte, das die einzelnen Familienmitglieder noch gelangweilter, noch träger und noch verwirrter wurden. Schließlich senkte sich gar Verzweiflung, die ihnen bis dahin völlig unbekannt war, in ihre Seelen. In ihre reptilischen Seelen, um genau zu sein.

Inannas Inkarnationen auf Terra - Zitat

   „Zuerst, das muss ich zugeben, zögerte ich etwas, mich wirklich in menschliches Fleisch zu begeben. Ich wusste genau, was man mit der menschlichen DNS gemacht hatte und wie schwierig es sein würde, mich zu erinnern, wer ich war, wenn ich einmal darinnen war. Aber mein Entschluss stand fest.
   Ich beschloss, langsam zu beginnen. Im Himalaya lebte eine Gruppe von Menschen, die sich für die Suche nach Weisheit zusammen getan hatten. Durch Gebete und Meditation hofften sie, zu einer Vision zu kommen, die ihnen die Wahrheit offenbarte. Versuchsweise erzeugte ich ein holographisches Bild von mir, leicht verändert, und erschien ihnen. Weiß gekleidet, umgab ich mich mit einer maßvollen Menge an Licht und richtete mich auf den Gedanken der Liebe aus, die mir von dem großartigen Wesen in dem Oval gezeigt worden war. ich schuf das Bild von einer Lichtsäule, die aus dem Oval kam und durch mich hindurch über die Berge floss und in die Herzen und Seelen der Sucher.

   Ihre Unschuld und Dankbarkeit brachte mich dazu, sie zu lieben, und je mehr ich sie liebte, desto dichter wurde ich. Ich bekam etwas Angst, aber ich konnte nicht anders, als sie zu lieben. Ihre Freude war von einer Süße, die ich bisher nicht gekannt hatte. Als meine körperliche Dichte zunahm, wusste ich, dass ich bald vergessen könnte und mich nicht mehr erinnern würde, wer ich war oder weshalb ich hierher gekommen war. Ich dachte an all die anderen, die ich werden würde. Die Kraft meiner Liebe und Hingabe setzte Hunderte von Leben in Bewegung, als ich, Inanna, mich als Lulu verkleidete, hinabstieg auf Terra, um all die Begrenzungen von Fleisch und Blut zu erfahren.
   Ich hatte gehofft, diese Aufgabe leicht zu finden, ein Abenteuer. Schließlich war ich als Inanna aus einer anderen Zeitfrequenz und an Zeitreisen gewöhnt. Wie schwierig würde es sein? Mein Optimismus erwies sich jedoch als unangebracht. In der dichte der Schwingungsfrequenzen von Terra, verbunden mit einem Körper, dessen deaktivierte DNS nur ein Zehntel ihrer Gehirnfunktionen zuließ, überwältigten mich die fünf Sinne, und Verwirrung und Angst setzten wiederholt ein. Die Techniken der Gehirnwäsche, die Propaganda und die Frequenzkontrolle, die Marduk Lebenszeit um Lebenszeit eingesetzt hatte, erwiesen sich als zuviel für mich. Das vorherrschende Glaubenssystem würde mich einfach überwältigen und ich würde mich verlieren.
   Als Mann wählte ich das Leben eines Priesters in Atlantis. Ich war Hüter der heiligen Kristalle. Ich verliebte mich in eine heilige Jungfrau, entjungferte sie und wurde von meinesgleichen beseitigt. Im alten Irrland wurde ich ein mächtiger Krieger. Meine Axt schwingend, schlug ich die Köpfe von Tausenden von Männern ab und steckte sie vor meiner Burg auf Pfähle als Wahrzeichen meines Vermögens. Der Trunksucht verfallen, schlug ich meine Frau. Meinen Sohn dazu verleitend, mir im Schlaf die Kehle durchzuschneiden, stahlen meine Frau und mein Bruder mir Leben und Vermögen. In Ägypten wurde ich Bibliothekar der großen Bestände von Schriftrollen und Tontafeln von Alexandria. In ständiger Angst vor Gefühlen, lebte ich unter geschriebenen Wörtern. Als gestrenger und einsamer Mann starb ich in dem großen Brand, als römische Soldaten die Bibliothek niederbrannten.
   Als Frau wurde ich Tänzerin in Kaschmir, dies zur Ehre meiner Freundin Tara. Als Waisenkind, das seinen Weg in den Palast getanzt war, wollte ich Sprachen lernen und Architektur studieren. Die Männer bewunderten mich sehr, aber die Frauen im Harem verachteten mich und vergifteten mich bald. Im westlichen Amerika wurde ich ein Indianermädchen, ritt auf kleinen Pferden und jagte auf den Prärien. Mein Name war Himmelsmädchen, und durch meinen Kontakt mit den Sternen segnete ich die Erde mit den Kräften der Himmel. In Liebe mit einem stattlichen Krieger namens Flammenfeder verbunden, starb ich im Kindbett, von einem abergläubigen Medizinmann am Boden gebunden. In Spanien wurde ich ein liebreizendes, junges jüdisches Mädchen. Während der Inquisition in den Kerker geworfen, wurde ich gefoltert und lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Bevor ich starb, kamen wunderschöne Engel zu mir und erlösten mich von meinem Körper und meinen Schmerzen.
   Ich wurde viele. Ich erfuhr das Leben als Mann und als Frau. Ich ging auf denselben Straßen wie die Menschen. Ich fühlte, was sie gefühlt haben, dieselbe Hoffnung und Verzweiflung. Ich hielt ein Kind in meinen Armen; ich war ein Kind ohne Mutter. Ich schlachtete viele Männer ab und liebte viele. Und verbittert fragte ich mich, was machte das aus? Was war überhaupt von Bedeutung?

Die anderen Familienmitglieder inkarnieren ebenfalls - Zitat

   „Ninhursag traf ihren Bruder Enki im Schlangenreich, und beide betrachteten mich in meinen menschlichen Inkarnationen mit großem Interesse. Ninhursag und Enki hatten die menschliche Spezies vor so langer Zeit geschaffen und kannten die Möglichkeit, ihre >>göttlichen<< Gene trotz des Netzes von Marduks Herrschaft zu aktivieren. Meine Großtante erregte der Gedanke an das unbegrenzte Potential, dass in jedem Menschen schlummerte. Sie hatte ihre Lulus immer geliebt. Enki hatte die Lulus nach der Flut vor der völligen Auslöschung bewahrt, und er suchte eine Gelegenheit, ihnen noch einmal zu helfen. Außerdem reizte ihn die Herausforderung eines solchen Abenteuers. So schlossen Enki und Ninhursag sich meinem Abstieg in menschliches Fleisch und Blut an.
   Wir kannten alle die Gefahren, die vor uns lagen. Wir würden uns vielleicht nie mehr erinnern, wer wir waren; wir konnten verloren gehen. Wir schworen uns, uns gegenseitig zu helfen, uns zu erinnern, wann oder wo immer das möglich war. Andere Götter folgten uns. Meine Mutter Ningal und mein Vater Nannar wurden von meinem Zwillingsbruder Utu und seiner hübschen Frau Aya begleitet. Ninurta folgte seiner Mutter Ninhursag, um sie zu beschützen. Selbst meine Halbschwester Ereshkigal und ihr Mann Nergal entschieden sich, als Menschen zu inkarnieren. Viele andere folgten ihren Blutlinien und inkarnierten in den Geschlechtern, die sie gezeugt hatten und von denen sie bereits Teil waren.

Nach ihren Erfahrungen musst du sie fragen. Vielleicht sind sie du."

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